»CHRISTINE LAVANT ist eine große und echte Lyrikerin und ihr Gedichtband ein elementarisches Ereignis ... Ludwig von Ficker hat recht, wenn er diese Dichterin als die größte lyrische Naturbegabung des gegenwärtigen Österreich bezeichnet ... Es stürzen plötzlich Verse auf den überraschten Leser herein, die völlig neu sind, im Inhalt ursprünglich erlebt und in der Form ganz diesem ureigenen Inhalt gemäß ... Es ist einem, als ob man bei ihr von einem wilden Strudel in das Herz der Dinge gerissen würde ... Die unheimlichen Bilder, die sie benützt, sind aber wahrhaft erlebt ..." (Welt und Wort, Tübingen) .. Christine Lavant ist eine Dichterin in einem besonderen Sinn: sie dichtet, wie andere Leute atmen ... Da werden Baum, Mond, Kälte, Nacht, Haus, Stuhl, Fenster, Wolke, Feld und überhaupt alles Sichtbare zu besonderen Wesen, mit Sprache und Atem begabt, wie Fabelwesen einer fremden Wirklichkeit ... Man kann sich dieser Strömung beinahe ungehemmten Daseins in der Dichtung nur lauschend überlassen, sie zu kritisieren, einzudämmen oder zu erweitern wäre unmöglich ... Die Begriffe, die wir bisher von Dichtern und Dichterinnen hatten, müssen wir uns jedenfalls abgewöhnen ... Für Christine Lavant ist Dichtung Dasein und nichts außerdem ..." (Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken)