Literatur für Jungen - Literatur für Mädchen:

Wege zur Lesemotivation in der Schule

Wydawcy:
Schneider Verlag Hohengehren GmbH (2010)
Monika Plath
Karin Richter
Wydane w seriach:
Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach e.V.
ISBN:
978-3-8340-0730-8
Autotagi:
druk
książki
publikacje naukowe
Źródło opisu: Wojewódzka Biblioteka Publiczna im. Emanuela Smołki w Opolu - Katalog centralny

In zehn Beiträgen dokumentiert der Band die Frühjahrstagung 2009 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, die sich mit dem Thema Literatur für Jungen - Literatur für Mädchen beschäftigte. Ergebnisse neuer empirischer Erhebungen zum Lese- und Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen sowie Reaktionen von Kindern zu literarischen Texten standen im Mittelpunkt der Referate, während in den Arbeitsgruppen Erfahrungen aus Unterrichtsprojekten zu Märchen, Sagen, Mythen und Theaterstücken vorgestellt und diskutiert wurden. Die Dokumentation der Workshops erfolgt nach einem Muster, das konkrete Vorschläge für eine UmSetzung im Unterricht besonders akzentuiert. Der Eröffnungs-Vortrag von Paul Maar lässt die Brisanz des Tagungsthemas erkennen: Aus einer Fülle der an ihn gerichteten Kinderbriefe stellt der Autor Reaktionen von Jungen und Mädchen zu Kartoffelkäferzeiten, zu Lippels Traum und zum Sams vor, die offenbaren, wie 'fragwüdig' viele allgemein verbreitete Ansichten über geschlechtsspezifische Literaturrezeption sind. Der Beitrag wird ergänzt durch Ergebnisse einer Magisterarbeit, in der Kinderbriefe zu Paul Maars Sams unter geschlechtsspezifischer Perspektive betrachtet wurden (Daniela Ulbrich/Monika Plath). In zwei weiteren Aufsätzen stehen neueste empirische Befunde zum Lesen im Mittelpunkt. Der Beitrag von Monika Plath und Karin Richter rückt auf der Grundlage einer Untersuchung von 2008/09 (an sechs Grundschulen in Sachsen) geschlechtspezifische Mediennutzung und Leseinteressen von Jungen und Mädchen im Grundschulalter ins Zentrum und vergleicht die neuen Daten mit Befunden der Erfurter Studie von 2001. Friederike Pronold-Günthner wendet sich den Identifikationsfiguren von Kindern und Jugendlichen (Klasse 5, 7 und 9) zu und zeigt insbesondere die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der AuseinanderSetzung mit den literarischen Figuren. Die Arbeitsgruppen-Beiträge von Monika Plath (Hans Christian Andersen "Des Kaisers neue Kleider"), Leonore Jahn ("Der trojanische Krieg"), Karin Richter/Bärbel Schwenk-Kories ("Krabat"), Susanne Heinke (Dramatisierung von Märchen), Franz-Josef Payrhuber (Theaterstücke in der Sekundarstufe) akzentuieren die geschlechtsspezifischen Besonderheiten im Zugang zu den Texten, verweisen zugleich aber auf Übereinstimmungen in der literarischen Rezeption von Jungen und Mädchen.
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