Schattenschweigen oder Hartheim:

Roman

Autor:
Franz Rieger
Wydawca:
Verlagsgruppe Styria (1985)
ISBN:
3-222-11641-5
Autotagi:
druk
książki
powieści
proza
Źródło opisu: Wojewódzka Biblioteka Publiczna im. Emanuela Smołki w Opolu - Katalog centralny

Der Roman setzt sich mit der Ohnmacht des einzelnen, wo immer er auch steht, dem totalitären Machtanspruch gegenüber - hier konkret dem NS-Regime - auseinander. Der Autor selbst schrieb über sein Werk: »An der Peripherie 1 eines oberösterreichischen Dorfes, südlich der Donau, befindet sich Schloß Hartheim, ein Renaissance-Schloß aus dem 16. Jahrhundert. Während der NS-Zeit wurden dort Menschen, Insassen von anderen Konzentrationslagern, Regimegegner und Geisteskranke, die unter die Devise des sogenannten unwerten Lebens fielen, vergast. Dies die historisch bekannte Tatsache. Die andere, nur wenigen Einheimischen bekannt, und für mich der eigentliche Anreiz zum Schreiben, ist eine mündliche Überlieferung: Der Pfarrer des Dorfes stieg auf den Kirchturm, um das Schloß und die Geschehnisse in der Umgebung ohne Aufsehen beobachten zu können, insbesondere wenn der Rauch aus dem Schornstein des Schlosses stieg; mehr ist nicht bekannt. Der Pfarrer wurde für mich unabweisbar, und ich begann seine Aufzeichnungen zu schreiben, merkte aber bald, daß ich innerhalb des Geschehens ein Gegengewicht brauchte, um die Realität des Betroffenseins nicht allein vom Beobachtenden aus darzustellen; so führte ich neben den Aufzeichnungen des Pfarrers die Darstellung einer kleinbäuerlichen Familie ein, auf eine direkte Art von dem Geschehen betroffen (die junge Frau wurde wegen Paranoia in Hartheim vergast), und knüpfte, die beiden Stränge in abwechselnden Kapiteln, wie etwa beim Kontrapunkt in der Musik, Stränge, die sich gegen Ende treffen. Der Pfarrer, der sich selbst darstellt, weil die Umstände ihn anleiten und er die Fähigkeit besitzt, und die Kleinbauersfamilie, zerrüttet, vom Fatum verfolgt, das den Höhepunkt mit der Abholung der jungen Frau setzt, sie leiden durch die Umstände der Zeit; das ist ihre Auseinandersetzung mit ihr. Vor allem wollte ich auf die Fragen antworten: Was 'war dieser Pfarrer für ein Mensch, wie verhielt er sich zu dem fatalen Umstand als Christ und dazu als Geistlicher und unter diesem Umstand zur Umwelt, in der er einerseits in einer inneren Emigration lebt, andererseits, wenn man die Tatsachen kennt, mit seinen Vorgesetzten in Konflikt kommen muß, und wie haben sich etwa die Ereignisse - kaum daß heute noch jemand darüber spricht - um einen einfachen, kranken Menschen abgespielt, den man zu Tode brachte. Und dabei floß selbstverständlich ein, die Hilflosigkeit des einzelnen der totalitären Macht gegenüber aufzuzeigen, vielleicht - und ich will es ohne Tendenz getan haben - als Warnung auch, weil wir so rasch vergessen.«
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