Der Krieg in Österreich 1945

Autor:
Manfried Rauchensteiner
Wydawca:
Österreichischer Bundesverlag (1985)
Wydane w seriach:
Anhand von neu erschlossenen Quellen aus dem In- und Ausland werden die Einschätzungen über Leistungen, aber auch Misserfolge der Zweiten Republik im Spiegel der politischen und medialen Meinung des Auslandes dargestellt und analysiert. Damit verlässt der Band die klassischen Pfade einer diplomatiegeschichtlichen Darstellung der Außenpolitik der Zweiten Republik und versucht auf der Basis von historischen Expertenanalysen, aber auch von Bewertungen ehemaliger hochrangiger österreichischer Diplomaten, Österreichs Position auf dem internationalen Parkett zu orten. Die Spanne der Beiträge reicht von den direkten Nachbarstaaten und europäischen Mächten, den Supermächten, über Staaten des Nahen und Mittleren Ostens bis hin zu Indien und der Bewegung der Blockfreien. Österreichs Stellung im Ost-West-Konflikt, die aktive Neutralitätspolitik der Ära Kreisky und die Fokussierung auf innereuropäische Angelegenheiten seit den 8oer Jahren wurden in Politik und Öffentlichkeit vieler Staaten aufmerksam verfolgt. In der Zusammenschau mit der Einschätzung der inneren Entwicklung der Zweiten Republik, der sozialen und wirtschaftlichen Organisation des Landes fächert der Sammelband ein multiperspektivisches Bild Österreichs und seiner Stellung in der Welt nach 1945 auf, das in vielerlei Hinsicht traditionelle österreichische Selbsteinschätzungen relativiert und neue Erkenntnisse liefert. Ergänzt wird der Sammelband durch einen hilfreichen Apparat an weiterführender Literatur zu den jeweiligen bilateralen Beziehungen und Einschätzungen sowie detaillierten Chronologien der Außenbeziehungen der Zweiten Republik
Schriften des heeresgeschichtlichen Museums in Wien (Militärwissenschaftliches Institut)
ISBN:
3-215-01672-9
Autotagi:
druk
historia
książki
publikacje naukowe
Źródło opisu: Wojewódzka Biblioteka Publiczna im. Emanuela Smołki w Opolu - Katalog centralny

Immer wieder taucht die Frage auf, wann die österreichische Nachkriegsgeschichte beginnt. Die verschiedensten Daten werden genannt, wie der 27. April oder der 8. Mai 1945. Doch im Grunde genommen begann die Nachkriegsgeschichte in dem Augenblick, als die alliierten Truppen, voran die Rote Armee, damit begannen, Österreich Stück für Stück aus dem Deutschen Reich herauszubrechen. Es begann am 29. März 1945. Genauso aber gehört der Zeitraum von Ende März bis Anfang Mai 1945 noch zur deutschen Geschichte und zum Zweiten Weltkrieg. Der Krieg in Österreich ist also vielfach verknüpft. Dem Landkrieg ging ein schwerer Luftkrieg voraus, dessen Dimensionen erst allmählich erkennbar werden. Den Höhepunkt des Luftkrieges erlebte die österreichische Bevölkerung im Februar und März 1945, als die systematische Zerstörung der industriellen und verkehrsmäßigen Infrastruktur vorgenommen wurde. Am Beginn des Ende März einsetzenden Landkrieges drangen zunächst im Osten acht sowjetische und eine bulgarische Armee auf österreichisches Gebiet vor und gewannen im Zuge ihrer „Wiener Angriffsoperation" vor allem jene Gebiete, die die Sowjetunion als Besatzungszone beanspruchte. Die Deutsche Wehrmacht, die im Osten trotz der vorangegangenen Niederlagen noch immer relativ stark war, leistete hartnäckigen Widerstand und lieferte vor allem in Wien eine zehntägige blutige Schlacht. Nachdem die Rote Armee die für die Sowjetunion in Aussicht genommene Besatzungszone weitgehend erobert hatte, verlagerte sie ihr Schwergewicht in den mährischen und böhmischen Raum. Die Kämpfe im Osten Österreichs kamen allmählich zum Erliegen. Fast auf den Tag genau einen Monat nach den Sowjets drangen die ersten westalliierten Truppen, Amerikaner und Franzosen, nach Tirol und Vorarlberg vor. Sie lieferten sich einen Wettlauf um die nicht existierende „Alpenfestung". Schließlich setzte sich noch eine britische Armee nach Österreich in Marsch und vervollständigte die Besetzung. Die österreichische Zweite Republik begann noch im Krieg zu existieren, und ihre Geschichte ist nur dann verständlich, wenn man berücksichtigt, wie sich diese Republik vor dem Hintergrund des Krieges abhebt. Zum Autor: Manfried Rauchensteiner, Dr. phil., wurde 1942 in Villach geboren, ist seit 1966 Historiker am Heeresgeschichtlichen Museum in Wien und seit 1975 Dozent für österreichische Geschichte an der Universität Wien. Von ihm erschienen vor allem militär- und zeitgeschichtliche Arbeiten, wie zuletzt „Der Sonderfall. Die Besatzungszeit in Österreich 1945-1955" und im Österreichischen Bundesverlag „Spätherbst 1956. Die Neutralität auf dem Prüfstand" und „Der Luftangriff auf Wiener Neustadt am 13. August 1943". Der Autor ist Mitglied des österreichischen PEN und Berater von Fernsehsendungen wie „Österreich II".
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