Ein General im Zwielicht: Die Erinnerungen Edmund Glaises von Horstenau:

Deutscher Bevollmächtigter General in Kroatien und Zeuge des Untergangs des "Tausendjährigen Reiches"

Inne tytuły:
Ein General im Zwielicht: Die Erinnerungen Edmund Glaises von Horstenau Bd.3.
Wydawca:
Böhlau (1988)
Wydane w seriach:
Veröffentlichungen der Kommission für neuere Geschichte Österreichs
ISBN:
3-205-08749-6
Autotagi:
druk
książki
Źródło opisu: Wojewódzka Biblioteka Publiczna im. Emanuela Smołki w Opolu - Katalog centralny

Mit dem dritten Band der Erinnerungen des Generals der Infanterie Edmund Glaise-Horstenau wird die Herausgabe seiner Memoiren, tagebuchartigen Aufzeichnungen und politischen Bekenntnissen abgeschlossen. Der Band beginnt mit Berichten des Generals über seine Mission nach Agram (Zagreb) im April 1941 im Zuge des deutschen Überfalls auf Jugoslawien. Als „Deutscher Bevollmächtigter General in Kroatien" hatte Glaise-Horstenau gegenüber der Regierung des nunmehrigen „Unabhängigen Staates Kroatien" 1941 bis 1944 die deutschen militärischen Interessen zu wahren und beim Aufbau einer kroatischen Landwehr zu beraten. Seine Gespräche mit Verantwortlichen der militärischen wie der politischen Führung des „Dritten Reiches" werden ebenso geschildert wie seine Kontakte und Konflikte mit dem kroatischen Diktator Ante Pavea und dessen Helfershelfern. Während seines Aufenthalts in Kroatien wird seine Kritik am faschistischen „Ustaga"-Regime immer schärfer. Seine Bemühungen um einen Gefangenenaus-tausch mit den Kräften Marschall Titos werden ebenso behandelt wie seine zunehmende Kritik an der deutschen Kriegsführung sowie seine Skepsis gegenüber dem italienischen Verbündeten. Nachdem Glaise-Horstenau vom kroatischen Diktator und vom deutschen Gesand-ten in Agram gestürzt worden ist, erlebt er in Wien und Salzburg, auch bei seinen Besuchen im OKW, den Zusammenbruch. Vom Februar bis April 1945 steht er im Zusammenhang mit Versuchen, mit den Westmächten einen besonderen Waffenstillstand, ähnlich dem für den italienischen Raum, abzuschließen. Die Aufzeichnungen über den Beginn der Kriegsgefangenschaft in Augsburg, die dann in Nürnberg mit dem Selbstmord Glaise-Horstenaus endete, und eine Art „letzter Manöverkritik" über Hitlers Politik und ihre zerstörerischen Folgen beschließen die Erinnerungen und Reflexionen.
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