Dieda oder das fremde Kind

Autor:
Renate Welsh
Wydawca:
Oetinger (2002)
ISBN:
3-7891-5112-2
Autotagi:
druk
książki
opowiadania
proza
rodzina
zbiory opowiadań
Źródło opisu: Wojewódzka Biblioteka Publiczna im. Emanuela Smołki w Opolu - Katalog centralny

Der Stoff, aus dem die Geschichte gewoben ist, ist nicht leicht zu tragen. Er besteht aus der unerträglichen Einsamkeit eines sechsjährigen Mädchens, das aufs Land geschickt wird, um den Bomben des Zweiten Weltkriegs zu entkommen. Der Vater, ein Arzt, ist in Wien zurückgeblieben, die Mutter an einem Gehirntumor gestorben. Es gibt kein Gegengewicht zur harten Hilflosigkeit der überforderten Stiefmutter, die nur „die Frau“ ist, zu deren Vater, dem „Alten“: einem Nazi, der mit autoritärer Grausamkeit die Familie dominiert. Der ehemalige Ferienort, der in früheren Sommern Glück, Wärme und Unbeschwerheit bedeutete, ist zum Schauplatz emotionaler Kälte geworden. Das Kind ist dieser Situation ausgeliefert und reagiert darauf mit dem verzweifelten Bemühen, sich und ihre Gefühle zu verbergen - bis zur völligen Distanzierung vom eigenen Ich: „Dieda“ besteht selbst darauf, so gerufen zu werden. Auf ihren richtigen Namen reagiert sie nicht. Sie ist – wie schon der Untertitel des Buches betont – „das fremde Kind“. Der qualvolle Trotz, sich gegen die Gewalt und die Ungerechtigkeit des Alten, gegen die Gleichgültigkeit und Lieblosigkeit ihrer Umwelt zu wehren, mündet in einen Kreislauf aus körperlichen und seelischen Schmerzen, der sie immer härter und unbeugsamer macht: Alles – nur keine Schwäche zeigen. „Aber ich habe nicht nachgegeben, ich habe nicht nachgegeben, ich habe nicht nachgegeben“. Und dabei immer verletzlicher werden. „Dieda“ mauert sich in ihrem Unglück ein, ihr Hass und ihre Rachegefühle werden ihr Schutzwall. Die kleinen Zuwendungszeichen der Stiefmutter kann sie weder erkennen noch annehmen, die gemeinsamen Unternehmungen mit ihren Cousins sind nicht tragfähig genug, um sie aus ihrer Fremdheit zu befreien. Die einzige Fluchtmöglichkeit aus ihrer Vereinsamung, die Freundschaft zu ihrer Mitschülerin Gretel, kann nur punktuell wahrgenommen werden – denn Menschen, die eine Verbindung zu Diedas Vergangenheit darstellen, werden mit Strafsanktionen von ihr ferngehalten. Alles macht sie zur Außenseiterin; ihre Intelligenz, ihre Phantasie, ihre selbst gewählte innere Emigration, ihre Rothaarigkeit: eine – wie sie sich selbst sieht – „böse Hexe“, die andere irritiert.
Więcej...
Wypożycz w bibliotece
Dostęp online
Brak zasobów elektronicznych
dla wybranego dzieła.
Dodaj link
Kup
Brak ofert.
Recenzje

Brak recenzji - napisz pierwszą.

Nikt jeszcze nie obserwuje nowych recenzji tego dzieła.
Okładki
Kliknij na okładkę żeby zobaczyć powiększenie lub dodać ją na regał.

Projekt współfinansowany ze środków Unii Europejskiej w ramach Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego
Dotacje na innowacje - Inwestujemy w Waszą przyszłość
foo